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Vom Symptom zur Ursache - die 5-Ebenen in der Angewandten Neurobiologie nach Dr. Klinghardt

  • Autorenbild: Sigrid Strieder
    Sigrid Strieder
  • 18. Nov.
  • 5 Min. Lesezeit
Das 5-Ebenen-Modell
Das 5-Ebenen-Modell

Es kommen immer wieder Menschen in die Praxen und berichten: Ich war schon überall, es wurde schon alles Mögliche untersucht und nichts wurde gefunden. Aber ich fühle mich trotzdem nicht gesund.“

Sie sind erschöpft von der Suche, von Symptomen, die nicht richtig greifbar sind. Von Beschwerden, die nirgendwo so recht hingehören: diffuse Schmerzen, Unruhe, dauernde Infekte, eine permanente Müdigkeit oder Ähnliches.


Genau an dieser Stelle setzt die Methode von Dr. Dietrich Klinghardt an und bringt eine klare Ordnung in das Chaos. Ein Ansatz, der nicht fragt: „Was fehlt dem Körper?“, sondern:„Auf welcher Ebene ist etwas aus der Balance geraten – und wie lässt es sich wieder harmonisieren?“


Wer ist Dr. Klinghardt?

Dr. Dietrich Klinghardt studierte Medizin und Psychologie. Seit 1982 arbeitet er in den USA, wo er mit seinen Behandlungserfolgen schnell bekannt wurde. Eine Vorreiterrolle nimmt er in der Behandlung komplexer chronischer Erkrankungen wie z.B. der Borreliose, Autismus, toxischen Belastungen oder psychosomatischen Schmerzerkrankungen ein.

Sein Wissen gibt er im Sophia Health Institute in Seattle und im Institut für Neurobiologie (INK) in Freiburg weiter. Sein Ruf basiert nicht nur auf Erfahrung, sondern auch auf wissenschaftlicher Forschung, Vorlesungen weltweit und der Veröffentlichung mehrerer Fachbücher.


Klinghardt erkannte früh, dass der Mensch nicht in getrennten Schubladen funktioniert. Er orientierte sich an dem 5-Ebenen-Modell – ein Kompass durch die Tiefen unseres Menschseins.


Einführung – wenn Symptome nur die Spitze des Eisbergs sind

Stell dir einen großen, stillen Eisberg im Wasser vor. Oben siehst du vielleicht zehn Prozent – die sichtbare Spitze. Das sind die Symptome wie Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Angst, Erschöpfung, Verdauungsprobleme.

Die restlichen neunzig Prozent des Eisbergs liegen unter der Wasseroberfläche – verborgen, aber wirksam. Dort finden sich alte Emotionen, unerlöste Konflikte, toxische Belastungen, unbewusste Überzeugungen, Infektionen und Entzündungen.


Klinghardts Ansatz sagt: Heilung wird erst nachhaltig, wenn auch die unsichtbaren Anteile - die eigentlichen Ursachen - in die Behandlung einbezogen werden.



Die 5 Heilebenen – ein Blick in die Tiefe

Du kannst dir die Ebenen wie eine Pyramide oder wie fünf konzentrische Kreise vorstellen – verbunden, voneinander abhängig und ständig in Resonanz.


1. Ebene – Der physische Körper: die materielle Basis

Das ist die Ebene, die wir alle kennen und die wir mit unseren fünf Sinnen erfassen können: Organe, Gewebe, Hormone, Immunsystem, Muskeln, Blutwerte etc. Hier entstehen sichtbare Symptome wie Entzündungen, Schmerzen, Mangelzustände oder Infektionen.


Typische Themen dieser Ebene sind:

  • chronische Entzündungen

  • Toxinbelastungen

  • hormonelle Dysbalancen

  • Vitalstoffmängel

  • strukturelle Probleme


Therapien auf dieser Ebene umfassen u. a.: Medikamente, pflanzliche Mittel, Nährstoffe, Entgiftung, Infektionsbehandlung, Physiotherapie, Massage, Zahnmedizin und – wenn nötig – chirurgische Eingriffe.


Doch selbst wenn medizinisch alles gut aussieht, kann die Ursache tiefer liegen. Ein Beispiel: Jemand ist ständig müde und es wird ein Eisenmangel festgestellt. Der Eisenwert wird aufgefüllt – und kurze Zeit später ist der Mangel wieder da. Wenn der Mangel immer wiederkehrt, obwohl alles medizinisch abgeklärt ist, lohnt sich der Blick auf die nächsten Ebenen.


2. Ebene – Der Energiekörper: der Fluss, der alles verbindet

Hier geht es um Energie- und Informationsflüsse im Körper: bioelektrische Impulse, magnetische Schwingungen, Meridiane, Chakren.

Wenn diese Ebene gestört ist, fühlt sich ein Mensch oft wie „abgeschaltet“, leer oder ohne Antrieb.


Blockaden können z.B. entstehen durch:

  • chronischen Stress

  • Narben und Störfelder

  • Elektrosmog

  • Zahn- und Kieferprobleme


Therapien, die auf dieser Ebene helfen können, sind u.a.:

  • Akupunktur, Akupressur

  • Mentalfeldtechniken (MFT)

  • Laser- und Magnetfeldverfahren

  • Elektroakupunktur nach Voll

  • Mikrostrom

  • Neuraltherapie

  • homöopathische Niedrigpotenzen


Ein Beispiel aus der Praxis: Nach einem Unfall ist das Gewebe längst verheilt – und trotzdem bleiben Schmerzen. Liegt ein energetisches Narbenstörfeld vor und wird dieses gelöst, kann das die Ursache für den anhaltenden Schmerz gewesen sein.


3. Ebene – Der mentale Körper: Gedanken, Überzeugungen und Programmierungen

Diese Ebene wirkt oft heimlich – und enorm kraftvoll. Hier liegen eingefahrene Gedankenmuster vor wie:

  • „Ich muss stark sein.“

  • „Ich darf keine Schwäche zeigen.“

  • „Ich bin nicht wichtig.“

Solche Sätze halten das Nervensystem dauerhaft in Anspannung.


Manche Menschen tragen unbewusst innere Überzeugungen in sich wie: „Ich darf nicht gesund sein“, ein Glaubenssatz, der zu einer Heilungsblockade führen kann.


Therapien auf dieser Ebene können sein:

  • Psychotherapie

  • Traumatherapie

  • Gestalttherapie

  • Mentalfeldtechniken

  • Psycho-Kinesiologie

  • homöopathische Hochpotenzen


Ein Beispiel: Jemand hat Rückenschmerzen ohne organischen Befund. Im Gespräch zeigt sich: Die Person trägt seit Jahren die Verantwortung für alle anderen – und der Körper äußert, was die Seele schon lange weiß.


„Manchmal heilt der Körper erst, wenn sich der Gedanke ändert, der ihn krank gemacht hat.“


4. Ebene – Der intuitive Körper: das Feld der Seele und des Unbewussten

Hier geht es um systemische Verstrickungen, familiäre Muster, kollektive Geschichten. Dinge, die wir nur schwer greifen können und die im Unterbewusstsein wirken können.

Auf dieser Ebene wirkt die Zugehörigkeit zu Familie, Kultur oder zu einem spirituellen Umfeld.


Therapieformen, die hier unterstützen können, sind beispielsweise:

  • systemische Aufstellungen

  • Hypnotherapie

  • Tiefenpsychologie

  • schamanische Arbeit

  • Kunsttherapie

  • Arbeit mit Farbbrillen


Beispiel: Eine Frau erlebt immer wieder diffuse Angst – ohne erkennbaren Grund. In einer Aufstellungsarbeit zeigt sich: Die Angst gehört zur Mutter. Als die Frau erkennt, was sie trägt und diese "Übernahme" gelöst wird, kehrt innere Ruhe zurück.


5. Ebene – Der geistige Körper: Sinn, Bewusstsein, Ausrichtung

Das ist die Ebene, auf der Menschen fragen:

  • Wofür bin ich hier?

  • Was will mein Leben mir zeigen?

  • Was ist meine Aufgabe?


Klinghardt beschreibt diese Ebene als Kontakt zu etwas Übergeordnetem. Die innere Einkehr können wir in der Meditation, dem Gebet oder der Stille erfahren.


Beispiel: Ein Mensch erkrankt schwer und erkennt plötzlich, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist: Beziehungen, Natur, Authentizität. Die Krankheit bewegt ihn zu einer Rückbesinnung und mit diesem Prozess bessert sich auch sein Gesundheitszustand.


„Heilung bedeutet auf dieser Ebene, wieder in Einklang mit dem eigenen Lebensplan zu kommen.“


Wie die Ebenen miteinander arbeiten

Keine dieser Ebenen steht für sich allein.

  • Chronischer Stress (Ebene 3) kann das Immunsystem schwächen (Ebene 1).

  • Ein ungelöster Konflikt (Ebene 4) kann zu chronischer Müdigkeit führen (Ebene 2).

  • Ein Energiemangel (Ebene 2) kann depressive Stimmung auslösen (Ebene 3).


Wichtig ist, auf der Ebene zu arbeiten, auf der das Gesundheitsproblem entstanden ist und damit an die eigentliche Ursache zu gehen.


Der Autonome Response Test (ART) – ein Biofeedbacksystem

Um herauszufinden, auf welcher Ebene die Hauptursache liegt, nutzt Klinghardt den Autonomen Response Test (ART). Es handelt sich um ein präzises kinesiologisches Testverfahren, das direkt mit dem autonomen Nervensystem arbeitet.


Der Körper „antwortet“ über kleine Muskelreaktionen und zeigt damit an:

  • welche Belastungen aktiv sind

  • auf welcher Ebene sie wirken

  • welche Behandlungsschritte hilfreich sind


"Der Körper weiß, was er braucht – wir müssen nur lernen, ihm zuzuhören.“


Zusammenfassend

Das 5-Ebenen-Modell eröffnet einen strukturierten Blick auf das Zusammenspiel von Körper, Seele und Bewusstsein. Es macht Zusammenhänge sichtbar, sie sonst oft nicht erkannt werden. Und es erinnert uns daran, dass Gesundheit mehr ist als Symptomfreiheit – sie ist Ausdruck von Balance auf allen Ebenen des Menschseins.


Heilung bedeutet nicht nur, dass ein Symptom verschwindet, sondern dass Ordnung in allen Schichten des Menschseins entsteht. Wenn wir das verstehen, dann begreifen wir Krankheit nicht mehr als Feind –sondern als Sprache unseres Systems, das uns auf etwas aufmerksam machen möchte. Der Autonome Response Test hilft, diesen Weg individuell und präzise zu begleiten.


„Heilung geschieht nicht nur durch das, was wir tun, sondern durch das, was wir in uns ordnen.“




PS: Wenn du herausfinden möchtest, welche Ebene in deinem System Unterstützung braucht, nimm gerne Kontakt mit mir auf.

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