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Stark in den Herbst - Tipps aus der Natur für ein starkes Immunsystem

  • Autorenbild: Sigrid Strieder
    Sigrid Strieder
  • 11. Sept.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Sept.

Hagebuttentee
Starkes Immunsystem

Die Tage werden kürzer, die Luft klarer, und der erste Nebel liegt morgens über den Wiesen. Der Herbst hat zweifellos seinen Zauber – gleichzeitig bringt er aber auch die Zeit mit sich, in der Erkältungen und Infekte Hochsaison haben. Vielleicht kennst du das: kaum wird es kühler und regnerischer draußen, schon beginnt das große Husten und Schniefen. Doch es gibt viele einfache Möglichkeiten, dein Immunsystem so zu unterstützen, dass du gestärkt durch diese Jahreszeit gehst.


Inhalt


Vitamine als Fundament für dein Immunsystem

Ein starkes Immunsystem lebt von einer guten Versorgung mit Vitalstoffen. Besonders wichtig sind:

  • Vitamin C – steckt reichlich in Beeren, Sanddorn, Hagebutten (als Pulver erhältlich, sehr hoher Vitamin C - Gehalt), Zitrusfrüchten, Paprika oder Brokkoli. Es unterstützt die Abwehrzellen und hilft, freie Radikale unschädlich zu machen.

  • Vitamin D – im Sommer durch Sonnenlicht gebildet, im Herbst und Winter oft knapp.  Vitamin D wirkt wie ein Schalter, der viele Prozesse des Immunsystems in Gang setzt.

  • Zink – zu finden in Kürbiskernen, Linsen oder Haferflocken. Es hilft den Schleimhäuten, Viren abzuwehren, und beschleunigt die Wundheilung.


Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten und hochwertigen Ölen legt also schon eine solide Basis. Mein persönlicher Tipp: ergänzend 2-3x die Woche ein Smoothie aus einem Stück Ingwer, Zitrusfrüchten, einem Apfel, etwas Hagebuttenpulver und zwei getrockneten Feigen. Hagebuttenpulver gebe ich auch den ganzen Winter in mein Müsli rein.


Naturprodukte als Helfer in der kalten Jahreszeit

Die Natur bietet uns einen wahren Schatz an Mitteln, die unser Immunsystem zusätzlich stärken können:

  • Ingwer wärmt von innen, wirkt entzündungshemmend und bringt den Kreislauf in Schwung. Ein Ingwertee am Morgen ist ein einfacher, kraftvoller Start in den Tag.

  • Kurkuma mit etwas schwarzem Pfeffer unterstützt die Abwehrkräfte und lindert stille Entzündungen im Körper. Besonders lecker als „Goldene Milch“.

  • Knoblauch und Zwiebeln enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die Viren und Bakterien das Leben schwer machen. Tipp: eine kleingeschnittene Knoblauchzehe der Saft einer ½ Zitrone und etwas Agavendicksaft in ein Glas geben, umrühren und trinken. Bei den ersten Krankheitsanzeichen starte ich damit.

  • Propolis – das Schutzharz der Bienen – wirkt antibakteriell und antiviral. In Tropfenform kann es vorbeugend oder bei den ersten Anzeichen eines Infekts eingenommen werden.

  • Echinacea (Sonnenhut) wird traditionell eingesetzt, um die körpereigene Abwehr zu stärken, vor allem in den ersten Wochen der kälteren Jahreszeit.


Einfache Hausmittel, die nicht vergessen werden sollten


Manchmal sind es die altbewährten Dinge, die am meisten helfen:

  • Lindenblütentee gehört zu den Klassikern in der Erkältungszeit. Er wirkt schweißtreibend und unterstützt den Körper dabei, Krankheitserreger regelrecht „auszuschwitzen“. Gleichzeitig kann er sanft fiebersenkend wirken, Schleim lösen und die Schleimhäute beruhigen. Seine entspannende Wirkung fördert zudem erholsamen Schlaf – und gerade in der Ruhe schöpft dein Immunsystem neue Kraft.

  • Holunderblütentee ist ebenso ein traditionelles Hausmittel gegen beginnende Erkältungen. Er wirkt fiebersenkend, schweißtreibend und löst zähen Schleim in den Atemwegen. Seine sanfte Kraft unterstützt die Atemwege und hilft, den Körper bei Infekten zu entlasten. Holunderblüten enthalten zudem wertvolle Flavonoide, die antioxidativ wirken und die Abwehr stärken.

  • Cystus-Tee (aus der Zistrose) ist in den letzten Jahren bekannt geworden, weil er reich an Polyphenolen ist. Diese pflanzlichen Stoffe legen sich wie ein schützender Film auf die Schleimhäute und erschweren es Viren und Bakterien, sich festzusetzen. Besonders in der Erkältungszeit kann er daher vorbeugend getrunken werden – oder auch unterstützend, wenn sich erste Symptome zeigen.

  • Wärmende Fußbäder mit Salz oder Senfmehl kurbeln die Durchblutung an und aktivieren die Abwehrkräfte.

  • Salbeitee beruhigt Hals und Rachen, wenn sich erste Kratzgefühle zeigen.

  • Inhalationen mit Thymian oder Kamille befeuchten die Schleimhäute und helfen, Viren gar nicht erst festsetzen zu lassen.

  • Heiße Zitrone mit Honig liefert Vitamin C, beruhigt und wärmt zugleich.

  • Ausreichend Schlaf ist fast das wichtigste „Hausmittel“ überhaupt – denn nur in der Nacht regeneriert dein Immunsystem vollständig.


Teerezepte für die Abwehr

Damit du diese Tipps direkt in deinen Alltag umsetzen kannst, hier drei einfache Teerezepte für die Erkältungszeit:

  • Lindenblütentee: 1–2 TL Lindenblüten mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 8–10 Minuten ziehen lassen. Der Tee wirkt schweißtreibend und sanft fiebersenkend. Bei einer Erkältung trinke ich ihn gerne abends vor der Nachtruhe.

  • Holunderblüten-Tee mit Ingwer: 1–2 TL Holunderblüten und eine dünne Scheibe frischen Ingwer mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 7–8 Minuten ziehen lassen. Er löst Schleim und wärmt.

  • Cystus-Tee mit Thymian: 1 TL Cystusblätter und ½ TL Thymian mit 500 ml heißem Wasser aufgießen und 5–7 Minuten ziehen lassen. Er legt einen Schutzfilm auf die Schleimhäute und beruhigt die Atemwege.


Fieber – ein sinnvoller Helfer der Abwehr

Viele Menschen haben Angst vor Fieber und versuchen, es sofort zu senken. Doch dabei wird oft vergessen: Fieber ist keine Krankheit, sondern eine Reaktion des Körpers. Mit einer erhöhten Temperatur schafft der Organismus ein Milieu, in dem sich Viren und Bakterien schlechter vermehren können. Gleichzeitig arbeiten die Abwehrzellen effektiver.

Darum gilt: Ein moderates Fieber – bei Erwachsenen bis etwa 39 °C – darf man zunächst zulassen und beobachten. Wichtig sind dabei Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Schonung. Erst wenn das Fieber sehr hoch steigt, über längere Zeit anhält oder der Kreislauf stark belastet ist, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.


Wadenwickel – sanfte Unterstützung bei hohem Fieber

Wadenwickel sind ein klassisches Hausmittel, um Fieber schonend zu regulieren, ohne den Körper zu stark zu belasten.

So gehst du vor:

  1. Zwei Schüsseln mit lauwarmem Wasser (etwa 2–3 °C kühler als die Körpertemperatur) bereitstellen.

  2. Baumwolltücher darin tränken, leicht auswringen und jeweils um die Waden wickeln.

  3. Darüber ein trockenes Handtuch schlagen, damit nichts tropft.

  4. Den Wickel etwa 10 Minuten wirken lassen – sobald er sich warm anfühlt, abnehmen.

  5. Nach einer kurzen Pause kann der Vorgang wiederholt werden, insgesamt zwei- bis dreimal.


Wichtig: Wadenwickel eignen sich nur, wenn Hände und Füße warm sind. Bei Schüttelfrost oder kalten Gliedmaßen sollte man darauf verzichten, da sonst die Durchblutung zusätzlich belastet wird.

So angewendet, können Wadenwickel helfen, das Fieber sanft zu senken, ohne den natürlichen Abwehrmechanismus des Körpers zu unterdrücken.

 

Bewegung, Luft und Gelassenheit

So wichtig Vitamine und Naturprodukte sind, dein Körper braucht auch andere Impulse:

  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – am besten im Tageslicht – stärkt Herz, Kreislauf und Abwehrzellen. Schon ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten wirkt Wunder.

  • Wechselduschen oder ein Besuch in der Sauna trainieren die Gefäße und machen dich weniger anfällig für Kälte.

  • Stressabbau – chronischer Stress schwächt die Abwehr. Atemübungen, Meditation oder einfach ein Abend mit einem guten Buch können helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.


Fazit

Der Herbst muss nicht automatisch Erkältungszeit bedeuten. Mit der richtigen Ernährung, gezielten Naturprodukten und einfachen Hausmitteln kannst du deine Abwehrkräfte stärken und die goldene Jahreszeit in vollen Zügen genießen. Manchmal braucht es nur kleine Rituale – ein Tee, ein Smoothie, ein Spaziergang, ein bewusstes Innehalten – und schon bist du besser gewappnet. Und kommt es dann doch mal zu einer Erkältung, ist es von großem Vorteil, wenn in der Hausapotheke schon alles griffbereit ist.


PS: Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Abwehrkräfte ganz individuell stärken kannst, lass uns gerne in meiner Praxis persönlich hinschauen. Oft reicht schon ein kleiner Impuls, um wieder stabiler durch die dunklere Jahreszeit zu gehen.


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Wer schreibt den Blog-Artikel?

Mein Name ist Sigrid Strieder, ich bin Heilpraktikerin und ich helfe Menschen, die offen für naturheilkundliche Wege sind, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern - und das mit individuellen und ganzheitlichen Ansätzen.

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