Achtung Aluminium

November 27, 2019

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Aluminiumaufnahme in der deutschen Bevölkerung untersucht und festgestellt, dass Teile der Bevölkerung bedenklich hohe Mengen an Aluminium aufnehmen. Aufnahmequellen des Aluminiums sind u.a. Lebensmittel, Kosmetika wie Deo`s, aluminiumhaltige Zahncremes und Sonnencremes sowie Gebrauchsgegenstände wie unbeschichtete Menüschalen und Aluminiumfolie. Die BfR-Studie zeigt, dass gesundheitlich tolerierbare wöchentliche Aufnahmemengen von 1 mg je Kilogramm Körpergewicht in allen Altersgruppen z.T. deutlich überschritten werden. Es empfiehlt sich, sparsam mit unbeschichteten Lebensmittelkontaktmaterialien, Antitranspirantien und aluminiumhaltigen kosmetischen Produkten umzugehen. Von der Zubereitung und Lagerung von insbesondere sauren und salzigen Lebensmitteln aus unbeschichteten Aluminiumbehältnissen (z.B. Konservendosen) oder Alufolie (z.B. Menue- und Grillschalen) rät das BfR generell ab. Verbraucher*innen können somit ihre Aluminiumaufnahme selbst steuern. Bei Reduzierung der genannten und vermeidbaren Einträge seien für die meisten Verbraucher*innen gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten, sagt das BfR.

 

Als besondere Risikogruppen hat das BfR identifiziert:

  • Säuglinge und Kleinkinder, die mit speziell angepasster sojabasierter, lactosefreier oder hypoallergen Nahrung gefüttert werden. Das BfR empfiehlt daher, Säuglinge bis zum sechsten Monat ausschließlich zu stillen und anschließend mit normaler Kost zuzufüttern.

  • Kinder (zwischen 3 und 10 Jahren), die sich sehr häufig von Lebensmitteln ernähren, die in Gegenständen aus unbeschichtetem Aluminium verpackt, erhitzt oder warmgehalten wurden (Aluminiumfolie, -menüschalen, Saft aus aluminiumbeschichteten Behältnissen). 

  • Jugendliche und Erwachsene, die häufig Deo`s sowie aluminiumhaltige weißende Zahncreme nutzen und sehr häufig Lebensmitteln verzehren, die in Gegenständen aus unbeschichtetem Aluminium verpackt, erhitzt oder warmgehalten wurden (Aluminiumfolie, -menüschalen).

  • Da Aluminium sehr lange im Körper gespeichert wird, ist eine hohe Aluminiumexposition insbesondere für junge Menschen kritisch zu sehen. Aluminium ist plazentagängig. Wenn junge Frauen z.B. über Kosmetikprodukte hohe Mengen an Aluminium aufnehmen, könnten bei einer Schwangerschaft die ungeborenen Kinder ebenfalls schon aluminiumbelastet sein. 

 

Zu den besonders aluminiumhaltigen Lebensmitteln gehören Tee, Kaffee, Gewürze (Rieselhilfe in Salz z.B.) und kakaohaltige Lebensmittel, wie Schokolade. Aber auch bestimmte Hülsenfrüchte, Gemüse und Getreide können größere Mengen an Aluminium enthalten. Zusätzlich können Lebensmittel durch den Übergang von Aluminium aus Lebensmittelkontaktmaterialen belastet sein (Konservenkost z.B.). Das BfR hat auch auf die hohen Aluminiumgehalte in Laugenbrezeln, die auf Alublechen gebacken wurden, oder Apfelsaft, der in unbeschichteten Aluminiumtanks gelagert wurde, hingewiesen. Auch die Reste auf den aluminiumbeschichteten Joghurtdeckeln sollte man nicht verzehren. 

 

Sie Studie selbst können Sie HIER nachlesen, die Stellungnahme vom BfR HIER

Please reload

Empfohlene Einträge

Achtung Aluminium

November 27, 2019

1/3
Please reload

Aktuelle Einträge

November 27, 2019

Please reload