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  • Sigrid Strieder

Chronische Verstopfung -Wissenswertes


Wann genau hat man denn eine chronische Verstopfung?


Wenn Sie 3 Monate oder länger folgende Symptome haben:

- weniger als 3x Stuhlgang pro Woche,

- harter Stuhl,

- Sie stark pressen müssen,

- ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung haben.


Begleitet wird dies häufig von Bauchkrämpfen, Blähungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit.


Nicht selten sind die Lebensumstände die Auslöser. Dazu gehören Bewegungsmangel (sitzende Tätigkeit, kein Sport z.B.), durch den der Darm träger wird und sich der Stuhltransport verlangsamt und fehlerhafte Essgewohnheiten. Stichworte sind hier die Zuführung von verarbeiteten Nahrungsmitteln, zu wenig Ballaststoffe und zu kleine Trinkmenge, um nur mal einige zu nennen. Aber auch ein Abfallen des weiblichen Hormons Östrogen und Veränderungen im Darm wie Polypen, Darmausstülpungen und Verengungen können zu Verstopfung führen. Eine Darmschwäche kann sich auch durch eine veränderte Psyche herausbilden, wir sprechen hier von der Darm-Hirn-Achse.


Daneben führen chronische Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn zu Verstopfung, meist im Wechsel mit Durchfall. Ebenso haben stoffwechselstörende Krankheiten wie Diabetes, Morbus Parkinson, Multiples Sklerose und eine Schilddrüsenunterfunktion die Neigung, zu einer Verstopfung zu führen.


Bitte denken Sie auch an Medikamente, die eine Verstopfung machen können. Dazu zählen z.B. Opiate (Schmerzmittel), Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmittel und Eisenpräparate, lesen Sie dazu den Beipackzettel.


Eine gute Darmtätigkeit trägt sehr zu einem gesunden Allgemeinbefinden bei, es lohnt sich, sich darum zu kümmern und manchmal, wenn keine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt, kann eine Änderung der Lebensumstände schon viel bewirken.