CranioSacrale Therapie 

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Cranium = Schädel  /  Sacrum= Kreuzbein

Die Craniosacrale Therapie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie und ist eine von dem Arzt Dr. Sutherland in den 1930ern weiterentwickelte manuelle Therapie.  

Mit der Craniosacralen Therapie lassen sich Restriktionen (also Blockaden, Verklebungen, Spannungen) an verschiedenen Stellen am und im Körper lösen. Sind diese gelöst, funktioniert das Zusammenspiel zwischen dem Muskel-, Gelenk-, Gefäß-, Nerven- und Hormonsystem wieder besser und das ganz ohne zusätzliche Arzneien. 

Was erwartet Sie in einer Behandlung ?

Der Patient liegt in bequemer normaler Straßenkleidung auf der Behandlungsliege. Der Therapeut erspürt an verschiedenen Körperregionen den Craniosacralen Rhythmus und kann daraus Rückschlüsse auf das Gesamtsystem ziehen. Mit sanften, für den Patienten kaum spürbaren Bewegungen der Hände werden Restriktionen gelöst. Der Patient kommt in der Regel schnell in eine tiefe Entspannung und erlebt die einstündige Behandlung als wohltuend. Nach der Behandlung kann sich eine leichte Müdigkeit einstellen. Die Therapie selbst ist völlig risikolos. 

Sie möchten Näheres über die Craniosacrale Therapie erfahren ? 

Das Craniosacrale System steht in Wechselbeziehung zum Nervensystem, dem Muskel- und Skelettsystem, dem Gefäßsystem, dem Lymphsystem, dem Hormonsystem und dem Atmungssystem. Blockaden in diesen Bereichen können das CranioSacrale System negativ beeinflussen, wie auch umgedreht. In der CranioSacralen Therapie geht es darum, Restriktionen (Blockaden, Verklebungen, Spannungen) aufzuspüren und zu behandeln, damit die Selbstregulationskräfte wieder besser greifen können. Der Mensch wird auch hier als integriertes Ganzes verstanden.

Der Schädel, der unser Gehirn umschließt, ist mit Hirnhäuten ausgekleidet, zwischen denen sich unsere Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit - der Liquor - befindet. Die Hirnhäute setzen sich durch die Hinterhauptsöffnung fort und umhüllen unser ganzes Rückenmark bis zum Kreuzbein runter. Durch unser Rückenmark werden alle Nervenimpulse geleitet. Kommt es hier zu Störungen, z.B. durch "verschobene" Wirbel oder einen "schlecht-fließenden" Liquor, kann das Auswirkungen auf den Rest des Körpers haben. 

Dr. John F. Upledger erkannte die Bedeutung des Rhythmus`, mit dem der Liquor durch unseren Körper pulst und nannte ihn den Urpuls des Lebens, neben der Atmung und dem Blutkreislauf. Dieser Liquorpuls - oder auch Craniosacralrhythmus - setzt schon im Mutterleib ein und erlischt erst einige Stunden nach unserem Tod. Er ist wie Ebbe und Flut und der Puls überträgt sich in alle Bereiche des Körpers ähnlich wie sich Wellen ausbreiten. Er ist daher vom Therapeuten auch in allen Körperteilen spürbar. 

Der Liquor wird im Schädel gebildet und dort auch dem Gefäßsystem wieder zugeführt. Daher ist es wichtig, dass auch hier alle Knochen blockadefrei zusammenarbeiten. Allein der Schädel eines Erwachsenen setzt sich schon aus 22 Knochen zusammen. Die Knochen sind durch Nähte - sog. Suturen - miteinander verbunden und Sutherland erkannte, dass das ganze System nicht starr ist, sondern die Knochen miteinander beweglich sind. "Verschiebt" sich ein Knochen, so hat das in den meisten Fällen Auswirkungen auf andere Schädelknochen und damit auch oft auf den Craniosacralen Rhythmus, der wiederum auf den Rest des Körpers Einfluss nimmt. 

Damit dieser Puls kräftig, frei und rhythmisch fließen kann ist es wichtig, dass alle zum System gehörenden Knochen und Wirbel frei beweglich sind und alle Spannungen gelöst sind. Der Therapeut arbeitet also überwiegend an Ihrem Kopf und an der Wirbelsäule bis zum Kreuzbein runter. 

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