AD(H)S - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom 

@ Fotalia s.kobold

Unruhig, impulsiv, schnell abgelenkt, unaufmerksam?

Gerade im Schulalltag wird das oft zum Problem. Viele Eltern kommen mit dem Verdacht AD(H)S erst nach Schuleintritt ihres Kindes erstmalig in Berührung. Bei anderen wird es in der Kindergartenzeit schon deutlich, dass hier eine Schwäche vorliegen könnte. Häufig ist AD(H)S gepaart mit Wahrnehmungseinschränkungen, weswegen sie vom Kinderarzt zeitig Frühförderung oder Ergotherapie verordnet bekommen. 

Die Bandbreite reicht von permanenter Zappelei, großer Unruhe und unkontrollierbarem Verhalten bis zum Verträumt sein bzw. ständig mit den Gedanken woanders sein. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrecht zu halten, angefangene Dinge zu Ende zu bringen, Regeln zu erlernen und sich einem vorgegebenen Rhythmus anzupassen. In vielen Fällen kommen noch Teilleistungsschwächen und/oder Probleme im sozialen Umfeld hinzu und für alle Beteiligten ist der Zustand zunehmend belastender. Schulprobleme und der ständige "Hausaufgabenkrieg" führen immer mehr zu einem hohen Leidensdruck.

Es gibt aber auch viele Fälle, bei denen Eltern verunsichert sind, ob es sich bei ihrem Kind auch um ADHS/ADS handeln könnte, da nur einzelne Symptome auffällig sind. Gerade dann wird der Gang zum Therapeuten häufig hinausgezögert.  

Was erwartet Sie in meiner Praxis?

 

Für die Erstanamnese vereinbaren wir zwei Termine: ein Gespräch nur mit Ihnen und einen Termin mit ihrem Kind. Es ist mir wichtig, dass Sie im ersten Termin ganz offen und ungestört über alle Probleme Ihres Kindes reden können. Um Ihr Kind möglichst gut erfassen zu können, möchte ich auch alles über seine bisherige Entwicklung und bereits durchgemachte Erkrankungen erfahren.

 

Im zweiten Termin lerne ich Ihr Kind kennen. Ich mache mit ihm spielerische Test`s zur Konzentration und Feinmotorik und vervollständige die Anamnese.

 

Im Anschluss besprechen wir  den Behandlungsplan, der ggf. mehrere Bausteine umfassen kann, je nach individueller Situation Ihres Kindes. 

Sind Sie unsicher, ob meine Behandlung für Sie und Ihr Kind etwas ist, können Sie natürlich auch erstmal eine unverbindliche und kostenfreie Erstberatung bei mir vereinbaren und sich anschließend entscheiden.

Sie möchten Näheres über allgemeine Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei AD(H)S erfahren ?

Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, erhöhte Ablenkbarkeit und gesteigerte Impulsivität, das sind die drei Hauptmerkmale. Eine Hyperaktivität kann, muss aber nicht vorliegen. Die Kriterien untergliedern sich in eine Reihe von Unterkriterien, die für eine Diagnostik beurteilt werden.  Die Symptome sollen vom normalen, altersgerechten Entwicklungsstand abweichen, müssen seit mehr als sechs Monaten bestehen, möglichst schon vor dem 7. Lebensjahr aufgetreten sein und situationsübergreifend existieren. Objektive Messverfahren gibt es nicht. Die Diagnose wird für Kinder von Kinder- und Jugendärzten bzw. Kinder- und Jugendpsychiater gestellt, für Erwachsene entsprechend von Ärzten bzw. Psychiatern. Andere Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen können, sollten ausgeschlossen werden, genau so wie Einflüsse, die die Symptome verstärken könnten. Beispiel: manche Lebensmittelzusatzstoffe sind dafür bekannt, dass sie AD(H)S triggern können wie auch die Unterversorgung von bestimmten Mineralien und Vitaminen.  Die Stoffwechselstörung Hämopyrrolurie bzw. Kryptopyrrolurie kann zu einer chronischen Unterversorgung von Zink, Vitamin B6 und Mangan führen, die sich wiederum in  AD(H)S-ähnlichen Symptomen zeigen kann. 

@ Fotalia jozsitoeroe

Für "leichtere" Fälle ist bei der Diagnostik von Kindern zu beachten, dass die Einstufung vom subjektiven Empfinden der Eltern, des Kindes und von den Erfahrungen des Beurteilers abhängig ist. Gerade die Abgrenzung von krankhaft zu altersgerecht erlaubt hier eine große Grauzone. 

Zur konventionellen Therapie gehört die Verschreibung des Wirkstoffs Methylphenidat (Ritalin, Medikinet...) und je nach Fall und Alter eine psychologische Betreuung, Ergotherapie und/oder heilpädagogische Frühförderung. Schon seit etlichen Jahren steigt die Verordnung von Methylphenidat sehr deutlich an. Dies ist erschreckend vor dem Hintergrund, dass der Wirkstoff zu den Stimulanzien gehört und unter das Betäubungsmittelgesetz gehört. Auch die möglichen und z.T. kritischen Nebenwirkungen sollten insbesondere bei einer längerfristigen Einnahme bedacht werden. In schwierigeren Fällen kann jedoch der vorübergehende Einsatz von Methylphenidat angezeigt sein, nicht zuletzt, um überhaupt erstmal einen Zugang zu dem Betroffenen zu ermöglichen. Es gibt jedoch keine Studien, die zeigen, dass der Wirkstoff grundsätzlich einen Heilungsprozess einleitet. Nach dem Absetzen kehren die Symptome zurück. 

In der klassischen Homöopathie gibt es eine randomisierte, placebokontrollierte Studie - die sogenannte Berner Studie - in der für einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren die Wirksamkeit der homöopathischen Therapie bei ADHS belegt wurde. Bei rund 74% der Teilnehmer konnte nach diesem Zeitraum festgestellt werden, dass sie in der Schule und Familie besser klar kamen, ihr Verhalten sich positiv entwickelte und sich auch ihre kognitiven Funktionen verbesserten und sich dieser Zustand auch nach Beendigung der Behandlung noch anhielt. Gerade auch in jüngeren Jahren kann mit einer sanften Methode eine günstige Ausgangslage für die weitere Entwicklung geschaffen werden. Aber auch später kann sie eine große Unterstützung sein, um mit der Umwelt besser klar zu kommen. 

Eine homöopathische Behandlung kann natürlich auch bei gleichzeitiger Einnahme von Methylphenidat begonnen werden. 

Folgende Links geben Ihnen weitere Informationen zu ADHS/ADS und der Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln:

Dr. Thomas Bonath  http://homoeopathie-tv.com/homoeopathie-bei-adhs/

Dr. Heiner Frei          http://youtube.com/watch?v=Z-EcvykxG3E

@ Fotalia drubig-photo

Eltern sind für AD(H)S-Kinder der wichtigste Coach und dies stellt oft eine große Herausforderung dar. Viele Eltern sind daher dankbar für eine Hilfestellung im täglichen Umgang. Es gibt mittlerweile gezielte Elterntrainings. Und auch das Marburger Konzentrationstraining wird seit vielen Jahren bei Kindern sehr erfolgreich eingesetzt. Hier lernen sie auf spielerische Weise planvolles, systematisches Bearbeiten von Aufgaben und den Umgang mit Fehlern. Sie gewinnen Zutrauen in ihr eigenes Können, wodurch sich wiederum die Leistungsmotivation steigert. 

Gerne stelle ich Ihnen das Marburger Konzentrationstraining in einem Gespräch genauer vor. Informationen zu Kursen können Sie finden unter www.marburgerkonzentrationstraining.de , dem Verein zur Förderung überaktiver Kinder e.V.